Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für Rezendo
Ein Geschäftsbereich der A45 Anstalt, Rätikonstrasse 31, 9490 Vaduz, Liechtenstein
Kontakt:
hallo@rezendo.com
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Leistungen der A45 Anstalt im Geschäftsbereich Rezendo (nachfolgend „Anbieter“) gegenüber ihren Kunden (nachfolgend „Kunde“).
Diese AGB gelten ausschliesslich für Verträge mit Unternehmen (B2B) im Sinne von Art. 1 Abs. 1 Konsumentenschutzgesetz (KSchG).
Abweichende oder ergänzende Bedingungen der Kunden werden nur anerkannt, wenn sie vom Anbieter schriftlich bestätigt wurden.
Ein Vertrag kommt durch die Annahme eines Angebots des Anbieters durch den Kunden zustande, schriftlich, per E-Mail oder in elektronischer Form.
Mündliche Zusagen oder Nebenabreden sind nur verbindlich, wenn sie schriftlich bestätigt werden. Mit der Annahme gelten diese AGB als anerkannt.
Rezendo bietet Dienstleistungen im Bereich Service und Software zur Durchführung, Auswertung und Analyse von Befragungen mittels KI-geführter Interviews an.
Dabei wird zwischen zwei Leistungsarten unterschieden:
Einmalige Befragungen:
Nach der schriftlichen Zusage kann die Durchführung nicht mehr kostenfrei storniert werden, da unmittelbar mit der Vorbereitung, technischen Einrichtung und Analyse begonnen wird. Eine Verschiebung ist nur in Ausnahmefällen und nach Absprache möglich.
Kontinuierliche Befragungen (Abonnements):
Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Abonnements haben eine Laufzeit von zwölf Monaten (Jahresabo) und verlängern sich automatisch um jeweils ein weiteres Jahr, sofern sie nicht bis spätestens 30 Tage vor der Verlängerung schriftlich oder per E-Mail gekündigt werden.
Der Kunde wird rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist auf die automatische Verlängerung hingewiesen.
Upgrades und Add-ons:
Während der Laufzeit können zusätzliche Leistungen oder Funktionspakete (Add-ons) gebucht werden. Diese werden pro rata (anteilig) für die verbleibende Laufzeit verrechnet.
Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, sondern die fachgerechte Durchführung der vereinbarten Leistungen.
Der Projekterfolg hängt von der aktiven Mitarbeit aller Beteiligten ab.
Beide Parteien verpflichten sich,
relevante Informationen rechtzeitig bereitzustellen,
Fragen und Abstimmungen zügig zu beantworten,
klar, offen und ehrlich zu kommunizieren.
Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht nach, kann sich der Projektzeitplan entsprechend verlängern, ohne dass der Anbieter dafür haftet.
Vertrauliche Informationen werden mit grösster Sorgfalt behandelt und ausschliesslich im Rahmen des Projekts verwendet.
Änderungswünsche sind willkommen und sollten zeitnah per E-Mail mitgeteilt werden.
Kleinere Anpassungen sind im vereinbarten Preis enthalten.
Führt ein Änderungswunsch zu einem Mehraufwand, erstellt der Anbieter ein separates Angebot. Mehraufwände gelten erst nach schriftlicher Zustimmung des Kunden als beauftragt.
Der Anbieter rechnet seine Leistungen transparent ab.
Der Stundensatz für projektbezogene Dienstleistungen (z. B. technische Anpassungen, Konzeption, Support) beträgt CHF 180.–, abgerechnet in 15-Minuten-Schritten.
Bei Projektaufträgen ist eine Anzahlung von 50 % bei Projektstart fällig.
Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ab Ausstellungsdatum zu begleichen.
Bei Zahlungsverzug kann der Anbieter laufende Leistungen bis zur Begleichung offener Beträge pausieren.
Alle Preise verstehen sich in CHF zuzüglich allfälliger Mehrwertsteuer, sofern nicht anders angegeben.
Die im Rahmen des Projekts erstellten Berichte, Analysen und Handlungsempfehlungen werden mit grösstmöglicher Sorgfalt und nach aktuellem technischen und methodischen Kenntnisstand erstellt.
Sie dienen der internen Entscheidungsunterstützung, ersetzen jedoch keine fachliche oder strategische Beratung.
Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Entscheidungen, Handlungen oder Unterlassungen, die auf Grundlage dieser Auswertungen oder Empfehlungen erfolgen.
Dies gilt auch dann, wenn Ergebnisse fehlerhaft interpretiert oder unvollständig sein sollten; eine Haftung für mittelbare Schäden wird ausdrücklich ausgeschlossen.
Haftung für KI-Ergebnisse:
Die vom Anbieter eingesetzten KI-Systeme werden mit grösstmöglicher Sorgfalt und nach aktuellem Stand der Technik betrieben. Dennoch kann keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder inhaltliche Qualität der durch KI generierten Auswertungen übernommen werden.
Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die aus fehlerhaften, unvollständigen oder missverstandenen KI-Ergebnissen entstehen.
Urheberrecht / Rechte an KI-Ergebnissen:
Der Kunde erhält an den im Rahmen der KI-Analyse generierten Auswertungen und Berichten ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für eigene interne Zwecke.
Die zugrunde liegenden KI-Modelle, Prompts, Analysemethoden und Bewertungslogiken bleiben geistiges Eigentum des Anbieters.
Eine Weitergabe, Veröffentlichung oder kommerzielle Nutzung der Ergebnisse bedarf der schriftlichen Zustimmung des Anbieters.
Datenrechte des Kunden:
Die Rechte an den vom Kunden eingegebenen oder erhobenen Daten verbleiben beim Kunden. Der Anbieter verarbeitet diese ausschliesslich im Rahmen der vereinbarten Leistungen und gemäss den Datenschutzbestimmungen.
Der Anbieter erbringt seine Leistungen unter Einsatz professioneller Infrastruktur, insbesondere Microsoft Azure (Datenresidenz Schweiz/EWR).
Er ist bestrebt, eine hohe Verfügbarkeit und Stabilität sicherzustellen.
Kurzzeitige Ausfälle, Wartungsarbeiten oder Unterbrechungen können jedoch technisch bedingt oder durch Dritte verursacht auftreten.
Wartungsfenster werden nach Möglichkeit ausserhalb üblicher Geschäftszeiten durchgeführt.
Bei längerfristigen Störungen informiert der Anbieter den Kunden zeitnah.
Der Anbieter übernimmt keine Haftung für Ausfälle, Verzögerungen oder Datenverluste, die auf Störungen oder Unterbrüche bei Drittanbietern (insbesondere Microsoft Azure oder vergleichbaren Diensten) zurückzuführen sind.
Eine Haftung für Datenverluste besteht nur bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz.
Der Anbieter darf den Namen und das Logo des Kunden als Referenz führen (z. B. auf der Website oder in Präsentationen).
Bei Einzelunternehmen erfolgt die Referenznennung nur, wenn keine personenbezogenen Daten betroffen sind oder eine Einwilligung vorliegt.
Kunden, die dies nicht wünschen, teilen dies bitte vor Projektstart schriftlich mit.
Der Anbieter verpflichtet sich zur vertraulichen Behandlung sämtlicher im Rahmen des Projekts erhaltener Informationen.
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäss der jeweils gültigen Datenschutzerklärung von Rezendo und den Anforderungen der DSGVO sowie des liechtensteinischen Datenschutzgesetzes (DSG).
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten von Befragungsteilnehmenden im Auftrag des Kunden verarbeitet, schliessen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäss Art. 28 DSGVO (AVV) ab.
Für die Verarbeitung personenbezogener Daten sowie die technischen und organisatorischen Massnahmen geht der AVV diesen AGB vor. Für alle übrigen vertraglichen Regelungen – insbesondere Laufzeit, Vergütung und Haftung – gehen diese AGB dem AVV vor.
Der Beizug von Unterauftragsverarbeitern richtet sich nach dem AVV.
Die für die Durchführung von Befragungen massgebliche Datenschutzerklärung stellt der Anbieter dem Kunden auf Anfrage zur Verfügung.
Der Anbieter setzt KI-Systeme zur Durchführung und Auswertung von KI-geführten Interviews und Textdaten ein. Die Verarbeitung erfolgt ausschliesslich zum Zweck der vereinbarten Analyse und unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben (DSGVO, DSG Liechtenstein).
Die verarbeiteten Daten – einschliesslich der Daten der Teilnehmenden – werden nicht für Trainings-, Marketing- oder Modellverbesserungszwecke verwendet.
Sämtliche Daten werden ausschliesslich auf zertifizierter Infrastruktur (Microsoft Azure, Datenresidenz Schweiz/EWR) gespeichert und verarbeitet.
Der Anbieter stellt sicher, dass die Analyseergebnisse nachvollziehbar sind, insbesondere durch:
Aufbewahrung der zugrunde liegenden Rohdaten während der Analysephase,
Dokumentation der angewandten Analyse- und Bewertungslogik (z. B. Themen- oder Sentiment-Kategorien),
Möglichkeit zur manuellen Überprüfung und Plausibilisierung der KI-Ergebnisse durch den Anbieter.
Die KI-gestützte Auswertung dient ausschliesslich als Unterstützung und Entscheidungshilfe. Sie ersetzt keine eigenständige fachliche oder strategische Beurteilung.
Nach Beendigung des Vertrags werden die im Rahmen der Befragungen erhobenen Daten nach Wahl des Kunden an diesen herausgegeben (Export) oder gelöscht.
Bis zur Ausübung dieses Wahlrechts bewahrt der Anbieter die Daten auf; eine weitergehende Nutzung findet in dieser Zeit nicht statt.
Der Abschluss der Löschung wird protokolliert und dem Kunden schriftlich bestätigt. Die Löschung umfasst auch Sicherungskopien nach Ablauf der 30-tägigen Vorhaltezeit.
Einzelheiten, insbesondere zur Projektkommunikation und zu Protokolldaten, regelt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV).
Der Anbieter leistet Gewähr für die fachgerechte und funktionierende Bereitstellung seiner Leistungen. Es besteht keine Erfolgsgarantie, sondern eine Sorgfaltspflicht.
Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die auf unsachgemässe Nutzung, fehlende Mitwirkung oder externe technische Probleme zurückzuführen sind.
Die Haftung des Anbieters ist – gleich aus welchem Rechtsgrund, einschliesslich allfälliger Regressansprüche des Kunden im Zusammenhang mit Verletzungen des Datenschutzrechts – insgesamt auf die Höhe der vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis bezahlten Lizenzgebühren beschränkt.
Eine Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen. Unberührt bleiben die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, für Personenschäden sowie eine zwingende gesetzliche Haftung, die vertraglich nicht beschränkt werden kann. Die gesetzliche Haftung gegenüber betroffenen Personen nach Art. 82 DSGVO wird durch diese AGB nicht berührt.
Eine Haftung für entgangenen Gewinn, Datenverlust sowie mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen.
Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen oder Nichterfüllung von Verpflichtungen, die auf Ereignisse ausserhalb seines Einflussbereichs zurückzuführen sind
(z. B. Naturereignisse, Streiks, Cyberangriffe, technische Ausfälle von Kommunikationsnetzen, Energieversorgungsengpässe, Pandemien oder behördliche Anordnungen).
Der Anbieter kann den Vertrag mit sofortiger Wirkung auflösen, wenn:
der Kunde gegen wesentliche Vertragspflichten verstösst,
sich im Zahlungsverzug befindet, oder
ein Konkursverfahren eröffnet oder mangels Masse eingestellt wird.
Das Recht zur ausserordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Bereits erbrachte Leistungen werden in diesem Fall vollständig verrechnet.
Mitteilungen im Zusammenhang mit dem Vertrag können per E-Mail erfolgen und gelten als zugestellt, sobald sie an die vom Kunden angegebene Adresse gesendet wurden.
Der Kunde trägt die Verantwortung, dass die angegebene E-Mail-Adresse erreichbar ist und keine Zustellung durch Spamfilter verhindert wird.
Änderungen der E-Mail-Adresse sind dem Anbieter umgehend mitzuteilen.
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB bei Bedarf anzupassen.
Über Änderungen wird der Kunde schriftlich oder per E-Mail an die zuletzt bekannte Adresse informiert.
Sofern der Kunde nicht innert 30 Tagen schriftlich widerspricht, gelten die neuen Bedingungen als akzeptiert.
Individuelle Vereinbarungen zwischen den Parteien (z. B. schriftlich im Angebot oder Projektvertrag) gehen im Konfliktfall diesen AGB vor.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Die unwirksame Regelung wird durch eine wirtschaftlich möglichst gleichwertige ersetzt.
Diese Vereinbarung unterliegt dem Recht des Fürstentums Liechtenstein.
Erfüllungsort und ausschliesslicher Gerichtsstand ist Vaduz.