Artikel|05. Oktober 2026
3 Min. Lesezeit

Mehr verstehen, nicht nur messen.

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Wir lieben unsere Kennzahlen, allen voran den NPS. Fragt Laura Wanger in Unternehmen nach, warum ein Wert gesunken ist, wird es meist still. In Folge #158 von «Next AI Talk with Sophie» erzählt Rezendos Co-Founder, wie KI-geführte Interviews diese Lücke schliessen. Die Antworten stammen von Kunden und Mitarbeitenden, in ihren eigenen Worten.

Ein Ziel statt zehn fertiger Fragen

Wer einen Fragebogen schreibt, legt jede Formulierung im Voraus fest und muss ahnen, was das Gegenüber sagen wird. Wir beginnen stattdessen mit Kernzielen. Geht es etwa um den Namen für ein neues Produkt und versteht jemand das Anliegen zunächst anders, bittet die KI um ein Beispiel aus dem Alltag und kehrt erst danach zum eigentlichen Thema zurück. So erreichen wir Menschen von 8 bis 92 Jahren, jede Person auf ihre Weise.

Das Chatformat kennen alle, die WhatsApp nutzen. Den Ton steuern wir über die Rolle, die der Interviewer erhält: Im Private Banking stellt er kurze, präzise Rückfragen, mit Jugendlichen spricht er locker und gern mit Emoji. Laura sieht darin einen Grund, warum so viele Teilnehmende bis zum Schluss dabeibleiben.

Dass eine KI das Gespräch führt, erfahren alle Teilnehmenden gleich zu Beginn. Weil Rezendo im EWR sitzt, orientieren wir uns an den Transparenzregeln der EU. Bei Minderjährigen erklärt meist vorab eine erwachsene Person, wer die Fragen stellt.

Offen fragen, sauber zählen

Nachfragen und Vergleichbarkeit schliessen sich nicht aus. Den NPS erhebt die KI bei allen im festen Wortlaut und immer an derselben Stelle. Freie Antworten codiert sie wie in klassischen Interviews und ordnet jede einem Thema zu, eine Software ermittelt dann, wie oft es vorkommt. So steht hinter jedem Insight eine belastbare Zahl.

Vom Produkttest bis zur Reorganisation

Rezendo stammt aus der Kundenbefragung, und dort liegt nach wie vor der Schwerpunkt. Unternehmen testen mit uns Produktlayouts und Benutzeroberflächen oder ergänzen ihre jährliche Zufriedenheitsmessung um das Warum. Bei Mitarbeitenden geht es oft um Veränderung, etwa um Hürden beim Einsatz von KI oder um eine Reorganisation. Früher sprach man in solchen Projekten mit zehn oder zwanzig Personen. Heute kommt die ganze Belegschaft zu Wort.

Die gewonnene Zeit gehört den Menschen

Laura arbeitet inzwischen vor allem mit Prompts, und eine Präsentation für den nächsten Termin entsteht so in Minuten statt in Stunden. Diese Zeit steckt sie in Begegnungen. In Liechtenstein ist sie Gründungsmitglied und im Vorstand des Vereins KI-Konkret, der KMU bei Treffen vor Ort praxisnahes Wissen vermittelt, bewusst nicht online. Denselben Gedanken gibt sie Unternehmen mit: Führt Rezendo die Interviews, bleibt Ihnen Raum, mit zehn Kunden persönlich zu sprechen. In dieser Verbindung liegt für sie eine Stärke, die viele noch unterschätzen.

Die ganze Folge mit Laura hören

«#158: KI-Interviews statt Fragebögen» aus «Next AI Talk with Sophie», 21 Minuten, erschienen am 5. Oktober 2026.

Erfahren Sie den Grund hinter Ihren Zahlen.

Im Erstgespräch zeigen wir Ihnen, wie ein Report mit Antworten zu Ihren Fragen aussieht, belegt mit Originalzitaten aus den Interviews.